50 Jahre Kongress für Innere Medizin 1882–1932 by Georg Klemperer

By Georg Klemperer

Dieser Buchtitel ist Teil des Digitalisierungsprojekts Springer ebook data mit Publikationen, die seit den Anfängen des Verlags von 1842 erschienen sind. Der Verlag stellt mit diesem Archiv Quellen für die historische wie auch die disziplingeschichtliche Forschung zur Verfügung, die jeweils im historischen Kontext betrachtet werden müssen. Dieser Titel erschien in der Zeit vor 1945 und wird daher in seiner zeittypischen politisch-ideologischen Ausrichtung vom Verlag nicht beworben.

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Konferenzen: Ihre Organisation und Leitung

Aus einem modernen Betrieb sind Konferenzen nicht mehr wegzudenken; sei es, da~ Kommissionen gebildet werden, die sich zur Lösung ihrer Auf­ gaben der Konferenzmethode bedienen müssen, oder da~ informelle Zu­ sammenkünfte von Mitarbeitern zur Erörterung gemeinsamer Probleme stattfinden. Die wachsende Spezialisierung der Mitarbeiter im Betrieb bringt ein ständiges Verbreiten von Konferenzen mit sich, da diese sich vor allem zur Zusammenführung von Mitarbeitern, die unterschiedliche Gesichts­ punkte zu vertreten haben, und zur gemeinsamen Lösung ihrer Probleme eignen.

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Der Prager Kliniker J aksch erkennt die diagnostische Bedeutung an, in therapeutischer Beziehung sind seine Hoffnungen herabgestimmt. Er hat in vier Monaten in leichten Fallen Besserungen, keine Heilung, gesehen. tzt sich gliicklicb, keine nachteiligen Folgen gesehen zu haben, erkennt allenfalis eine Unterstiitzung der Heilungstendenz an. Derselbe skeptische Grundklang geht durch die ganze Diskussion. Die Lobredner, wie Ziemssen (Miinchen), bleiben sehr in der Minderheit. Es wird aucb von wesentlichen Schadigungen durch Tuberkulin berichtet, una die Gesamtbaltung ist die eines sehr vorsichtigen Abwartens.

Es ist weder mit dem Peptonfieber noch mit der Wirkung des Histamin oder der Bakterienproteine ohne weiteres zu vergleichen. Es ist vorlaufig nicht mehr zu sagen, als dass eine kolloidale Anderung des Plasmas zur Erklarung des anaphylaktischen Fiebers herbeigezogen werden muss. Dass das anaphylaktische Fieber ebenso wie das Fieber nach Trypanosomeninfektion von den Temperaturcentren abhiingig ist, wird von Zitron und Leschke durch den Fieber hindernden Effekt der Zwischenhirnausschaltung bewiesen, andererseits bleibt die Stoffwechselsteigerung durch Anaphylotoxin bestehen, auch wenn der Zwischenhirnstich das Fieber verhindert.

Die Diskussion, die sich an die Vortrage von Behring und Lie breich anschliesst, bringt entscheidende Gesichtspunkte nicht bei. Zwar erwahnt Goldscheider, dass die fiir den experimentellen Tetanus charakteristische Veranderung der motorischen NervenzeUen beim Kaninchen durch eine der Vergiftung folgende Heilserum-Injektion verhindert werden kann bzw. riickgangig wird. Baginski tritt vom Standpunkt des arztlicben Praktikers energisch fiir die tatsachlich heilende Wirksamkeit des Serums ein. Die personliebe Aussprache zwischen Behring und Lie breich beschrankt sich darauf, dass Behring seinem Gegner wirksames Antitoxin in solcher Form zur Verfiigung stellt, dass er sicb von der Wirkung mit Sicherbeit bei Tieren iiberzeugen konne.

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