Abschied vom Planungswahn: Neue und alte Organisationsfragen by Rolf Sülzer, Arthur Zimmermann

By Rolf Sülzer, Arthur Zimmermann

Die Autoren weisen nach, dass in der Internationalen Zusammenarbeit die typische Fixierung auf Projekte, die Probleme aus der Sicht von Planern lösen möchten, statt auf Potenziale zu setzen, den Blick einengt und große Teile der umgebenden Wirklichkeiten der beteiligten Gesellschaften ausblendet. Sie wenden sich gegen den vorherrschenden Planungswahn und zeigen anhand einer überzeugenden Fülle von Fallbeispielen, wie Kulturen und soziale Systeme ihre eigenen Organisationswirklichkeiten entwickeln und mit Veränderungen umgehen – aber auch Widerstand gegen Veränderungen leisten. Das Buch weist auf den Nutzen einer praxisnahen politischen Ökonomie der Zusammenarbeit hin und vermittelt, ohne in Sozialtechnokratie zu verfallen, das Handwerkszeug und die Wege, wie guy bei der Arbeit mit uns fremden Menschen und in einer uns fremden kulturellen Umgebung Veränderungen und Kooperationsbeziehungen so gestaltet, dass sie von der jeweiligen Gesellschaft und deren Organisationen nachhaltig fortgeführt werden - auch ohne die Zufuhr von Unterstützung von außen.

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Konferenzen: Ihre Organisation und Leitung

Aus einem modernen Betrieb sind Konferenzen nicht mehr wegzudenken; sei es, da~ Kommissionen gebildet werden, die sich zur Lösung ihrer Auf­ gaben der Konferenzmethode bedienen müssen, oder da~ informelle Zu­ sammenkünfte von Mitarbeitern zur Erörterung gemeinsamer Probleme stattfinden. Die wachsende Spezialisierung der Mitarbeiter im Betrieb bringt ein ständiges Verbreiten von Konferenzen mit sich, da diese sich vor allem zur Zusammenführung von Mitarbeitern, die unterschiedliche Gesichts­ punkte zu vertreten haben, und zur gemeinsamen Lösung ihrer Probleme eignen.

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Kolmert, Dirl: Cultures ofInnovation ofthe African Poor. Common Rootes, Shared Traits, Joint Prospects'l On the Articu1ation ofMultiple Modemities in African Societies and Btack Diasporas in Latin America. Hamburg: German Institute ofGlobal and Arca Studies 2006 (GIGA Warking Papers, Nr. 25). Kühl, Stcfan: Moden in der Entwicklungszusammenarbeit Capacity Building und Capacity Dcvclopment als neue LcitbiWer von Entwicklungshilfeorganisationen. In: Soziale Welt 2004, Nr. 55, S. 231-262. Kilbi, Stefan: Zum Verhältnis von Beobachtungs- und Kommunikationslatenz in Beratungsprozessen.

LOB Rcport, No. 336. Moyo, Dambisa: Dead Aid: Why Aid is not Working and How There is a Better Way for Africa. Landon: Penguin2009. Nohlen, DieterundFranz Nnleheler: Was heißt Unterentwicklung? ): Handbuch der Dritten Welt. Bonn: Dictz 1972. 3. übcrarb. Aufi. ): Aid Effcctiveness 2005-2010. Progress in Implemcnting thc Paris Declaration. Paris: OECD 2011. ): Entwicklungszusammenarbeit. Bericht 2010. Paris: OECD 2011. Osterhammel, Jfugen: Kolonialismus. Geschichte, Formen, Folgen. München: Beck 1995.

Das führt dazu, dass die Mitglieder unterschiedliche Macht- und Ohnmachtserfahrungen machen. Aufgaben werden umverteilt, Sachmittel anderweitig verwendet, Wissen gehortet, weil es eine Machtressource darstellt. Viele Menschen erleben ihre Organisation als anonyme Macht, die über ihre Köpfe hinweg entscheidet. Durchaus vernünftig versuchen sie deshalb in erster Linie nicht aufzufallen und drohenden Schaden von sich abzuwenden. Die Beschäftigung mit Abhängigkeit und Macht beherrscht die Menschen in so umfassender Weise, dass die Leistungserbringung in den Hintergrund rückt.

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