Berichte zur Lebensmittelsicherheit 2013: by BVL (eds.)

By BVL (eds.)

Zoonosen sind Krankheiten bzw. Infektionen, die auf natürlichem Weg direkt oder indirekt zwischen Menschen und Tieren übertragen werden können. Als Zoonoseerreger kommen Viren, Bakterien, Pilze, Parasiten oder Prionen in Betracht. Zoonoseerreger sind in Tierpopulationen weit verbreitet und können von Nutztieren, die in der Regel selbst keine Anzeichen einer Infektion oder Erkrankung aufweisen, z. B. während der Schlachtung und Weiterverarbeitung auf das Fleisch übertragen werden. Mit Zoonoseerregern kontaminierte Lebensmittel stellen eine wichtige Infektionsquelle für den Menschen dar. Die Kontamination mit Zoonoseerregern kann auf allen Stufen der Lebensmittelkette von der Erzeugung bis zum Verzehr erfolgen. Lebensmittelbedingte Infektionen verlaufen häufig gentle. Je nach Virulenz des Erregers und regulate und Immunitätslage der infizierten individual können aber auch schwere Krankheitsverläufe mit zum Teil tödlichem Ausgang auftreten. Die Eindämmung von Zoonosen durch Kontrolle und Prävention ist ein zentrales nationales und europäisches Ziel. Um geeignete Maßnahmen zur Verringerung des Vorkommens von Zoonoseerregern bei Nutztieren und in Lebensmitteln festlegen und deren Wirksamkeit überprüfen zu können, ist die Überwachung von Zoonoseerregern auf allen Stufen der Lebensmittelkette von grundlegender Bedeutung. Hierzu leistet das Zoonosen-Monitoring einen wichtigen Beitrag, indem repräsentative Daten über das Auftreten von Zoonoseerregern in Futtermitteln, lebenden Tieren und Lebensmitteln erhoben, ausgewertet und veröffentlicht werden und somit Kenntnisse über die Bedeutung verschiedener Lebensmittel als mögliche Infektionsquellen für den Menschen gewonnen werden. Mit der regelmäßigen Erfassung von Daten zu Zoonoseerregern gibt das Zoonosen-Monitoring außerdem Aufschluss über die Ausbreitungs- und Entwicklungstendenzen von Zoonosen. Antibiotikaresistente Bakterien breiten sich immer weiter aus, wodurch die erfolgreiche Behandlung von Infektionskrankheiten zunehmend erschwert wird. Mit den Untersuchungen auf Resistenzen werden im Zoonosen-Monitoring zudem repräsentative Daten für die Bewertung der aktuellen scenario sowie der Entwicklungstendenzen der Resistenz bei Zoonoseerregern und kommensalen Bakterien gegenüber antimikrobiellen Substanzen gewonnen. Eine Eindämmung der zunehmenden Resistenz von Bakterien gegenüber Antibiotika ist sowohl für den Erhalt der Gesundheit des Menschen als auch der Tiergesundheit von großer Bedeutung.

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N D 10) zur Verfügung. 6 zeigt die Untersuchungsergebnisse 46 der eingesandten kommensalen E. coli-Isolate im Hinblick auf die Anzahl an Substanzklassen, gegen welche die Isolate resistent waren. 12 gegenübergestellt. 13 werden die Ergebnisse zu den Isolaten aus der Rindfleischkette zusammengefasst. Der durchschnittliche Anteil sensibler Isolate aus der Hähnchenfleischkette (ohne importiertes Geflügelfleisch) lag bei 17,8 %. Von den 165 Isolaten aus den Elterntierherden waren dabei 44,8 % sensibel, während es bei den anderen Stufen der Lebensmittelkette (ohne Zuchttiere, ohne Geflügelfleischimporte) nur 12,9 % waren.

Von den 27 eae-Gen-Trägern wiesen 19 Isolate ein stx1-Gen und 13 Isolate ein stx2-Gen auf. 5 Isolate trugen beide Gene (Tab. 18). 23 weitere Isolate wiesen beide stx-Gene auf, allerdings kein eae-Gen. 27 4 Ergebnisse der Prävalenzuntersuchungen und der Typisierung der Isolate nach Erregern Tab. 4 Verotoxinbildende Escherichia coli (VTEC) Tab. 16 (Fortsetzung) O-Typ H-Typ Mastrind, Erzeugerbetrieb, Mastrind, Schlachthof, Kot Dickdarminhalt O74 H28 1 O77 H41 1 O84 H2 1 O87 H16 1 O8 H19 1 O90 H45 1 O91 H21 O98 H21 1 ONT H25/56 1 ONT H30 1 ONT H8 4 ONT Hrauh 1 ONT H21 3 Orauh H19 Orauh H21 1 Orauh H25 3 Orauh HNM Mastrind, Schlachthof, Schlachtkörper Rindfleisch, Einzelhandel 4 1 1 1 Gesamt 79 15 1 10 Tab.

Resistent gegenüber den (Fluor)chinolonen und Streptomycin (je 38,9 %) sowie gegen Sulfamethoxazol (33,3 %) und Tetrazyklin (22,2 %). Resistenzen gegenüber den Cephalosporinen der 3. Generation (Cefotaxim und Ceftazidim) wurden in einem Isolat (2,6 %) von Masthähnchenschlachtkörpern nachgewiesen. 2 Campylobacter spp. Insgesamt wurden 506 Campylobacter-Isolate getestet, die einem der Programme zugeordnet werden konnten. Hierbei handelte es sich um 382 Isolate von C. jejuni und 124 Isolate von C.

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