Der Einfluß von Publizitätsvorschriften auf das by Adolf Moxter

By Adolf Moxter

Der Einfluß des Publizitätszwartges auf die unternehmerischen Dispositionen wird in den quick unübersehbar gewordenen Arbeiten über die Vor- und Nachteile der Publizitätspflicht kaum analysiert. guy unterstellt weitgehend bestimmte unterneh­ merische Reaktionen auf die Veröffentlichung betrieblicher Sachverhalte als mehr oder weniger offensichtlich und diskutiert im wesentlichen nur darüber, inwieweit die Folgen dieser Reaktionen unter ethischen, ökonomischen und anderen Aspekten als erwünscht gelten können. Mit den zugrundegelegten Hypothesen hinsichtlich des unternehmerischen Verhaltens steht und fällt indessen die Verbindlichkeit dieser bekanntlich so erheblich divergierenden Urteile; die Wirklichkeitsnähe jener An­ nahmen zu überprüfen liegt additionally an sich sehr nahe, zumal viele der Hypothesen durchaus nicht als unmittelbar überzeugend angesehen werden können. Es läßt sich auf diesem Gebiete nicht anders zu einer Annäherung der Auffassungen (unter den Vertretern gleicher ethischer und wirtschaftspolitischer Postulate) kommen. Der Sinn dieser Arbeit ist aber nicht nur, nicht einmal primär, darin zu sehen, eine zuverlässigere foundation für die erwähnten Urteile zu schaffen, so sehr auch dieser Wunsch die vorliegende Untersuchung beflügelte. Die Unternehmer unterliegen doch, trotz des noch so umstrittenen Für und Wider, bereits einem gewissen Publizitäts­ zwang; dieser Sachverhalt wirkt sich additionally gegenwärtig schon auf ihre Dispositionen aus. Wenn guy diese Entscheidungen der Unternehmer begreifen will, muß guy daher die Publizitätspflicht als einen Bestimmungsfaktor unternehmerischen Ver­ haltens in die allgemeine mikroökonomische Theorie einbauen. Vom Einfluß des Publizitätszwanges auf das unternehmerische Verhalten zu abstrahieren bedeutet mithin, nicht nur auf eine Aussage der betriebswirtschaftlichen Theorie zum Für und Wider einer Publizitätspflicht verzichten zu müssen.

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Konferenzen: Ihre Organisation und Leitung

Aus einem modernen Betrieb sind Konferenzen nicht mehr wegzudenken; sei es, da~ Kommissionen gebildet werden, die sich zur Lösung ihrer Auf­ gaben der Konferenzmethode bedienen müssen, oder da~ informelle Zu­ sammenkünfte von Mitarbeitern zur Erörterung gemeinsamer Probleme stattfinden. Die wachsende Spezialisierung der Mitarbeiter im Betrieb bringt ein ständiges Verbreiten von Konferenzen mit sich, da diese sich vor allem zur Zusammenführung von Mitarbeitern, die unterschiedliche Gesichts­ punkte zu vertreten haben, und zur gemeinsamen Lösung ihrer Probleme eignen.

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A kann nämlim, wenn er mehr als 31/3 Maßnahmen durchführt, zwar seine absoluten Verluste verringern (bei 5 Dispositionen wären sie bereits 0), doch provoziert er damit die Nachahmung durch B und erleidet 78 Vgl. Richter, Rudolf: Das Konkurrenzproblem im Oligopol. Berlin (1954), S. 83. Einflüsse infolge der Unterrichtung von Konkurrenten 35 hierdurch sehr viel höhere relative Verluste: Führt er 31 /3 Maßnahmen durch, so beträgt sein relativer Verlust 26,67 (20 ist der Gewinn des B, 6,67 der Verlust des A); bei 5 Maßnahmen beläuft sich sein relativer Verlust dagegen auf 40 (Gewinn des B: 40, Verlust des A: 0); einer (absoluten) Verlustminderung von 6,67 steht also eine doppelt so große Erhöhung des relativen Verlustes (13,33) gegenüber.

Unten S. 29 f. wegen dieser Einzelheiten. ) nicht gleim rasm zum selben Erfolg führt wie die Veröffentlichung der Absmlüsse63 • Man wird aum nimt unterstellen können, Konkurrenten würden durch die Absmlüsse veranlaßt, schlechthin alle ihnen bekanntgewordenen Maßnahmen eines besonders erfolgreimen Unternehmers zu imitieren. Die Wettbewerber haben doch gewisse Vorstellungen von der Wahrscheinlichkeit, mit der bestimmte Dispositionen zu dem hohen Gewinn führten; insbesondere werden sie bemüht sein, verlustbringende Maßnahmen auszusmalten.

Der Möglichkeit, daß Konkurrenten eine bestimmte Disposition nach Jahren imitieren, wird im unternehmerischen Kalkül daher nicht nur eine geringe Wahrscheinlichkeit zugemessen; die Auswirkungen einer solchen Nachahmung würden zudem auch als kaum ins Gewicht fallend betrachtet werden. Es ist dabei (in diesem Zusammenhang) im übrigen wiederum bedeutungslos, ob in einzelnen Fällen vielleicht wider Erwarten doch eine Imitation von Maßnahmen, noch nach Jahren, erfolgt. Wesentlich ist hier allein, ob die Unternehmer mit erheblichen (ungünstigen) Auswirkungen dieser Nachahmungen auf ihren Erfolg rechnen und sich daher in ihren Dispositionen beeinflussen lassen.

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